| Geologie Glossar |
| Asbest | faserartige Mineralien aus der Amphibol- und Serpentingruppe. Chrysotil, das zur Serpentingruppe gehört, macht etwa 95 Prozent der Weltvorräte an Asbest aus | ||||||||||||
| Akkretionskeil | dicke Sedimentschichten (Flysch), welche sich in tiefen Meeresbecken einer.Subduktionszone ablagerten , werden zwischen abtauchende ozeanischen Platte und kontinentale Platte gezogen und zu einem sogenannten Akkretionskeil verwalzt bzw. verknetet. | ||||||||||||
| Asthenosphäre | der in etwa 100 bis 200 Kilometer Tiefe gelegene, fließfähige Bereich des Erdmantels | ||||||||||||
| Basalt |
das verbreitetste vulkanische Gestein (gehört zur Gruppe der magmatischen Gesteine). Basalt ist ein feinkörniges, dichtes und dunkles, graues bis schwarzes Gestein. Es enthält Feldspäte, vor allem Plagioklas, aber auch Alkalifeldspäte, Quarz und Foide oder Feldspatvertreter (das sind Minerale, die in silikatarmen, basischen Magmen die „Feldspäte vertreten"); Nebengemengteile sind Hornblende, Pyroxene, Biotit, Olivin, Magnetit, Ilmenit und Apatit. Basalt sondert oft bei der Erstarrung der Lava schöne polyedrische Säulen ab, die senkrecht zur Abkühlungsfläche stehen. Er bildet Kuppen und mächtige Decken und Plateaus. Basalt baut auch die mittelozeanischen Rücken auf (siehe Plattentektonik). |
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| Bündner Schiefer | kalkig-tonige Sedimente, die während der Jura- und unteren Kreidezeit im Walliser Trog abgelagert worden sind; Mächtigkeit mehrere 1000 m. Infolge späterer alpiner Metamorphose sind es heute Kalk-, Ton-, Glimmer- oder Kalkglimmerschiefer | ||||||||||||
| Chlorit | Bezeichnung für eine Gruppe von Schichtsilicaten mit der chemischen Zusammensetzung (Mg, Fe, Al)6 (Si, Al)4 O10 (OH)8); dunkelgrüner Verwandter des Glimmers | ||||||||||||
| Decke | durch tektonische Vorgänge von ihrem ursprünglichen Standort wegbewegte, überschobene Gesteinsmassen. | ||||||||||||
| Dolomit |
calcium- und magnesiumhaltiges Mineral (CaMg(CO3)2), Das marine Sedimentgestein Dolomit hat sich nicht primär gebildet, sondern ist durch Dolomitisierung aus Kalkgesteinen entstanden. Der genaue Hergang dieses Prozesses ist noch nicht bekannt. |
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| Feldspat |
Gruppe von wichtigen, gesteinsbildenden Mineralien, Alumosilicate. Feldspäte sind Mischkristalle im Dreistoffsystem zwischen den Endgliedern Kalifeldspat (Orthoklas), Natronfeldspat (Albit) und Kalkfeldspat (Anorthit). Feldspäte sind Hauptbestandteile vieler magmatischer und metamorpher Gesteine wie Granit, Gneis oder Basalt. Durch Verwitterung dieser Gesteine und Sedimentation in trockenen Klimaten gelangen sie auch in Sedimente. Feldspäte sind die häufigsten Minerale, sie sind zu etwa zwei Dritteln am Aufbau der kontinentalen Erdkruste beteiligt. Feldspäte verwittern leicht, dabei entstehen u. a. Tone und Kaolinit. Diese Verwitterungsprodukte sind wichtige Komponenten bei der Bodenbildung. |
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| Flysch |
Bezeichnung zum einen für eine bestimmte Folge von sandigen, mergeligen und tonigen Sedimenten, zum anderen für ein Stadium einer Orogenese. Die einzelnen Sedimente wurden meist in bestimmten Zeiträumen abgelagert. Da die Sedimente gewöhnlich nur gering verfestigt sind, besteht die Gefahr, dass das Material zu rutschen beginnt. Charakteristisch an Flysch ist die relative Armut an Fossilien. Während einer Gebirgsbildungsphase wird Flysch vor der Auffaltung des Gebirges in einer Geosynklinalen abgelagert. Über den Flysch werden dann oftmals die Decken transportiert. Während der Unteren Kreide bis gegen Ende des Eozän (siehe Tertiär) wurde vor den Alpen die so genannte Flyschzone angelegt. Diese Zone ist durch einen besonderen Formenschatz, wie z. B. auffallend rundliche Formen, gekennzeichnet. Eine Flyschzone wurde auch an anderen jungen Faltengebirgen (u. a. den Karpaten) gebildet. Der Begriff „Flysch" ist verwandt mit dem deutschen Wort „Flöz". |
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| Gabbro | fein- bis grobkörniges Tiefengestein (gehört zur Gruppe der magmatischen Gesteine). Gabbro ist als Tiefengestein das Äquivalent von Basalt und besteht aus Feldspäten und einem grossen Anteil dunkler Minerale. | ||||||||||||
| Geologische Zeitskala | Ära | Periode | Epoche | Epochenbeginn / Mio Jahre v. Zeitrechnung | |||||||||
| Känozoikum | Quartär | Holozän (Gegenwart) | 0.01 | ||||||||||
| Pleistozän | 1.6 | ||||||||||||
| Tertiär | Pliozän | 5 | |||||||||||
| Miozän | 23 | ||||||||||||
| Oligozän | 35 | ||||||||||||
| Eozän | 57 | ||||||||||||
| Paläozän | 65 | ||||||||||||
| Mesozoikum | Kreide | 146 | |||||||||||
| Jura | 208 | ||||||||||||
| Trias | 245 | ||||||||||||
| Paläozoikum | Perm | 290 | |||||||||||
| Karbon | 362 | ||||||||||||
| Geosynklinale | in der Geologie eine Zone der Gebirgsbildung. Eine Geosynklinale ist eine Großmulde der Erdkruste mit sinkendem Boden, die einen Meerestrog bildet. Über geologisch lange Zeiträume (mehr als 100 Millionen Jahre) wird die Geosynklinale mit dem Verwitterungsschutt der anliegenden Festländer gefüllt. Diese Sedimente können über zehn Kilometer mächtig werden. In bestimmten Phasen dringen Vulkanite in diese Schichtpakete ein. Die Entwicklung der Geosynklinale mündet in einer späten Phase in eine Gebirgsbildung. Die Plattentektonik bringt Geosynklinalen mit Subduktionszonen in Verbindung. | ||||||||||||
| Gesteine |
Gesteine sind Agglomerate von mineralische Stoffen (Quarz, Feldspäte, Glimmer, Hornblende, Granat, Kalzit). Man kann die Gesteine nach ihrer Enstehungsweise in 3 grosse Gruppe unterteilen: 1. magmatische Gesteine: Erstarrungsprodukte glutflüssiger Schmelzmassen (Magma); Beispiele: Granit, Basalt, Gabbro 2. sedimentäre Gesteine: Verfestigungsprodukte von ursprünglich lockeren Ablagerungen (Sedimente); Klassierung: detritische Gesteine (Konglomerate, Sandstein, Mergel, Tone), organogene Gesteine (karbonatische Gesteine, Kohlen), hydrochemische Sedimente bzw. Evaporite (Gips, Steinsalz) 3. metamorphe Gesteine: Gesteine, die ursprünglich einer der oben genannten Gruppen angehörten und ein- oder mehrfach umgewandelt wurden (Schiefer, Glimmerschiefer, Gneise, Marmor) |
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| Glimmer |
Gruppe wichtiger und verbreiteter gesteinsbildender Minerale, vor allem in Magmatiten, Metamorphiten und einigen Sedimenten. Sie bilden Kristalle im monoklinen System und lassen sich sehr gut in dünne, biegsame und elastische Blättchen spalten. Glimmerminerale sind komplexe Aluminiumsilicate. Die wichtigsten Glimmer sind Biotit und Muskovit, ferner Phlogopit und Lepidolith. Bei der Gesteinsmetamorphose regeln sich Glimmerminerale unter einseitigem Druck mit ihrer Fläche senkrecht zur Druckrichtung ein und bewirken so die Schieferung in metamorphen Gesteinen wie Gneis, Glimmerschiefer, Phyllit oder Tonschiefer. Biotit enthält zusätzlich zur Alumosilicatgruppe Kalium, Magnesium und Eisen. Durch das Eisen ist er normalerweise dunkelgrün, dunkelbraun oder schwarz gefärbt. Verwitterter Biotit erscheint bronzefarben und wird volkstümlich Katzengold genannt. Biotit ist ein wichtiger Bestandteil von Magmatiten und Metamorphiten. |
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| Glimmerschiefer |
Gruppe von kristallinen Schiefern, die in der Mesozone gebildet werden. Der Mineralbestand der Glimmerschiefer umfasst vor allem Quarz und Glimmer; unter den Glimmern tritt besonders Muskovit in Erscheinung. Letzterer verleiht dem Gestein den charakteristischen silbrigen Glanz. Glimmerschiefer entstehen z. B., wenn Phyllite in die Mesozone gelangen und die vorhandenen Minerale instabil werden. Glimmerschiefer gehören zur Gruppe der Metamorphite und zeigen noch klar das frühere, schiefrige Gesteinsgefüge, das linsenförmige Anreicherungen von Quarz enthalten kann. |
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| Gneis | mittel- bis grobkörniges Metamorphit mit deutlicher Schieferung und zum Teil gebänderter oder lagiger Parallelstruktur (gehört zur Gruppe der metamorphen Gesteine). Die Metamorphose vieler magmatischer und sedimentärer Gesteine führt zu Strukturen, in denen Lagen vorwiegend aus Quarz und Feldspat mit Lagen vorwiegend aus dunklen Mineralien wie Biotit abwechseln. Gneis enthält mindestens 20 Prozent Feldspat (im Unterschied zum Glimmerschiefer, der weniger enthält). | ||||||||||||
| Granit |
magmatisches Gestein mit richtungslos-körniger Struktur. Besteht im wesentlichen aus Feldspat, Quarz und Glimmer. Granit ist wegen seines Kieselsäuregehaltes ein saures Tiefengestein. Er erstarrt in größeren Tiefen (mehr als ein Kilometer) der Erdkruste aus einem intrudierenden Magma bei etwa 700 °C. Für die Entstehung dieses Magmas wiederum sind zwei Vorstellungen möglich: die eines primären Magmas, das sich ähnlich wie die vulkanischen Magmen bildet (allerdings nicht wie dort aus Mantelmaterial, sondern aus aufgeschmolzenem Krustenmaterial), und aus dessen Schmelze durch Kristallisationsdifferentiation verschiedene Magmen entstehen (erst Gabbro, dann Diorit, schliesslich Granit); oder die eines sekundären Magmas, das sich wie die Metamorphite aus in tieferen Krustenteilen aufgeschmolzenen Gesteinen oder durch Umwandlung von Gesteinen bildet. Durch die langsame Auskristallisation entsteht das grobkörnige Gefüge des Granits. Tiefengesteine können nur durch spätere tektonische Hebungsvorgänge (Gebirgsbildungen) und Abtragung der überlagernden Gesteinspakete an die Erdoberfläche gelangen. Granit gehört zu den verbreitetsten Gesteinen der kontinentalen Erdkruste. |
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| Kalk | Sedimentgestein, das vorwiegend aus "Calcit" ( Calciumcarbonat, CaCO3) besteht | ||||||||||||
| Lithosphäre | die oberste, starre Schicht der Erde. Sie reicht etwa 100 Kilometer in die Tiefe und liegt oberhalb der Asthenosphäre. Die Lithosphäre umfasst den oberen Teil des Erdmantels sowie die Erdkruste und besteht aus etwa einem Dutzend Lithosphärenplatten, die sich auf der fließfähigen Asthenosphäre bewegen können; dies ist eine Voraussetzung für die Plattentektonik. | ||||||||||||
| magmatische Gesteine |
Magmatische Gesteine enstehen, wenn gutflüssige Gesteinsmassen (Lava, Magma) abkühlen und erstarren bzw. kristallisieren. Man unterscheidet nach dem Grad der Kristallinität: - geringe oder keine Kristallinität (bei rascher Erstarrung): Basalt (nur Microkristalle), Obsidian (vulkanisches Glas = überhaupt keine Kristalle), Bimsstein (aus gasreicher Lava, "versteinerter Schaum") - kristalline magmatische Gesteine (langsame Erstarrung): z. B. Granit Man unterscheidet nach dem Chemismus: saure Gesteine (aus Magma mit hohem Gehalt an Kieselsäure, Aluminium, Kalium und Natrium), basische Gesteine (aus Magma mit hohem Gehalt an färbenden Komponenten wie Eisen, Magnesium und Calzium).
Klassierung nach Chemismus und Ort der Entstehung:
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| Mergel | sedimentäres Lockergestein, das aus Ton, Kalk und gelegentlich sehr wenig Sand besteht | ||||||||||||
| Metamorphit | Gestein, dessen ursprüngliche Zusammensetzung und Struktur durch Wärme und Druck innerhalb der Erdkruste verändert worden ist. Paragesteine sind umgewandelte Sedimentgesteine, Orthogesteine umgewandelte Magmatite. So kann beispielsweise ein Orthogneis ein umgewandelter Granit sein, während ein Paragneis aus einer Grauwacke (einem Sedimentgestein) hervorgegangen sein kann. Quarzit ist metamorphisierter Sandstein, Marmor metamorphisierter Kalkstein, Graphit metamorphisierte Kohle, Hornfels metamorphisierter Tonschiefer, Glimmerschiefer metamorphisierter Schieferton, Serpentinit metamorphisierter Dolomit. Je nach den Bedingungen der Metamorphose (Druck, Temperatur, Stoffaustausch) können aus einem Ausgangsgestein verschiedene Metamorphite entstehen. So wandelt sich Mergel sowohl zu Grünschiefer als auch zu Talkschiefer, zu Amphibolit oder zu Eklogit um. Umgekehrt können gleiche Metamorphite von verschiedenen Ausgangsgesteinen abstammen, z. B. Eklogit von einem Mergel oder von einem basischen Vulkanit. | ||||||||||||
| Ophiolithe | Sammelname für Gesteine der ozeanischen Kruste: Basalt, Gabbro, Serpentinit | ||||||||||||
| Orogenese |
(Gebirgsbildung), Bezeichnung für einen nicht umkehrbaren tektonischen Vorgang, der episodisch und auf einem begrenzten Raum abläuft. Im engeren Sinne bezeichnet die Orogenese diejenigen Prozesse, die zur Entstehung eines Faltengebirges führen. Erfolgt die Orogenese im Geosynklinalbereich, spricht man von einer alpinotypen Orogenese; während der alpidischen Gebirgsbildung entstanden z. B. die Alpen. Im Unterschied dazu bezeichnet die germanotype Orogenese eine Gebirgsbildung, die während hochorogener Zeiten abgelaufen ist; in solch einem Zeitraum entstanden z. B. die deutschen Mittelgebirge. Germanotype Gebirge entstehen als Schollen- oder Bruchschollengebirge. Seit den sechziger Jahren hat die Theorie der Plattentektonik als Erklärung für die Orogenese immer mehr an Bedeutung gewonnen. Nach Ansicht der Plattentektonik können Gebirge sowohl an konstruktiven als auch an destruktiven Plattengrenzen entstehen. Mit beiden Möglichkeiten geht ein starker, formbildender Vulkanismus einher.Als antreibende Kraft für die Verschiebungen der Platten werden Konvektionsströme im Erdmantel angesehen. Diese Konvektionsströme steigen an den mittelozeanischen Rücken auf und drücken die beiden Platten auseinander. Das dabei geförderte Magma fügt den Platten ständig neues Material hinzu. In diesem Sinne werden die mittelozeanischen Rücken, die mehrere tausend Kilometer breit und mehrere Kilometer hoch sein können, als konstruktive Plattenränder bezeichnet. Durch das Auseinanderdriften der ozeanischen Platte kommt es an den Rändern zur Kollision mit Kontinenten. Dabei kann sich die ozeanische Platte mit einer kontinentalen Platte bewegen (wie z. B. bei Afrika) oder unter einem Kontinent abtauchen (wie etwa an der südamerikanischen Westküste). Der Vorgang der Gebirgsbildung an destruktiven Plattengrenzen verläuft in mehreren Stadien. In einer ersten Phase werden Inselbögen oder ein Küstengebirge gebildet, je nachdem, in welcher Entfernung zum Kontinent sich die Abtauchzone befindet. Liegt die Zone direkt unter dem Kontinent, wird eine Küstenkordillere aufgefaltet, liegt sie in einiger Entfernung, entstehen Inselbögen. An der Abtauchstelle wird die ozeanische Platte gebogen und unter die kontinentale gedrückt. In einer Tiefe von rund 150 Kilometern wird die ozeanische Platte aufgeschmolzen. Die dabei entstehenden Magmen haben ein geringeres Gewicht als das Ausgangsmaterial und drängen deshalb an die Oberfläche, wo es zu heftigen Vulkanausbrüchen kommt. Der gesamte Vorgang der Kollision zweier Platten wird von starken Erdbeben und starker vulkanischer Aktivität begleitet. An der Abtauchstelle wird ein Tiefseegraben gebildet (z. B. Perugraben). Eine andere Möglichkeit der Gebirgsbildung besteht darin, dass mit einer ozeanischen Platte ein Kontinent mitgeführt und gegen einen anderen Kontinent gedrückt wird. Ist die ozeanische Platte zwischen den beiden Kontinenten zusammengepresst worden, entsteht durch das Aufeinandertreffen der beiden Kontinente ein so genanntes Kollisionsgebirge. Die Plattengrenze wird dabei aufgelöst und es kommt durch die starke Erwärmung zu vulkanischer Aktivität (Sekundärvulkanismus). Typische Kollisionsgebirge sind der Himalaya, der durch das Aufeinandertreffen der Indisch-Australischen Platte mit der Asiatischen gebildet wurde, der Ural, der an der Nahtstelle von Europäischer und Asiatischer Platte liegt, sowie die Alpen, die aus Afrikanischer, Europäischer und verschiedenen Kleinplatten aufgefaltet wurden. Die gesamte Entwicklung ist immer noch nicht abgeschlossen. Jährlich wird etwa der Himalaya um rund fünf Zentimeter aufgefaltet. Da allerdings in gleicher Weise Material abgetragen wird, bleibt die Höhe der Gipfel nahezu unverändert. |
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| Platte | Segment der Lithossphäre | ||||||||||||
| Plattentektonik | Unter
dem Begriff Plattentektonik versteht man eine wissenschaftliche
Hypothese zur Erklärung der Massenverschiebungen auf der Erde. Die Erde gliedert sich in mehrere Schichten: -Lithosphäre: bis 100km (davon Erdkruste bis 6-70km) -Asthenosphäre: 100-350km -Oberer Mantel: 350-700km -Unterer Mantel: 700-2900km -Äußerer Kern: 2900-5200km -Innerer Kern: 5200-6370km Die Lithosphäre (Gesteinsschicht) bildet die feste äußere Hülle des Planeten. Die darunter liegende Asthenosphäre ist von einer zähplastischen Konsistenz, was zur Folge hat, dass die Lithosphäre auf ihr schwimmt. Wissenschaftliche Untersuchungen haben bewiesen, dass sich die Lithosphäre bewegt. Dies ist jedoch nur vorstellbar, wenn sie aus Teilstücken besteht, die sich relativ zueinander bewegen. Aus dieser Hypothese entstand die Vorstellung von den Platten. Die Bewegung der Platten resultiert aus zirkulierenden Strömung des flüssiges bis zähflüssige Gesteinsmaterial im Erdinneren: Wärmeres Material steigt auf, kälteres sinkt ab. Stößt nun ein aufsteigender Strom unter die Lithosphäre, bewegt er sich darunter waagerecht in mehrere Richtungen weiter und befördert die auf ihr liegende Gesteinsschicht mit. Folge ist, dass die Platten in unterschiedliche Richtungen treiben. Zwischen den Platten entstehen tektonisch aktive Zonen, und zwar entstehen dort, wo zwei Platten auseinanderdriften, Divergenzzonen, und dort, wo sie zusammenstoßen, Konvergenzzonen. Divergenzzonen werden durch aufsteigendes Asthenosphären- oder Mantelmaterial, das erkaltet und hart wird, wieder geschlossen. An Konvergenzzonen werden Teile der Lithosphäre vernichtet, weil die eine Platte unter die andere taucht, so in die Asthenosphäre abtaucht und dort in den flüssigen Zustand übergeht. Dieser Vorgang wird auch als Subduktion bezeichnet. Bei dem Aufeinandertreffen der Platten wird außerdem die leichtere Platte nach oben gedrückt, was nicht ohne Stauchungen und Faltungen vor sich gehen kann. So ist es zu erklären, dass an der Grenze zweier konvergierender Platten oft Gebirge entstehen. Weitere Folgen der Plattentektonik (neben der Gebirgsbildung) sind Erdbeben (durch Druckentladungen zwischen zwei aneinanderreibenden Platten), vulkanische Aktivität und Geysire. Langfristige Folge ist, dass sich die Anordnung der Kontinente stets verändert: Vor 200Mio. Jahren gab es nur den großen Urkontinent Pangaea. Vor 135Mio. Jahren dann erfolgte eine Teilung in Laurasia und Gondwana, bis vor 65Mio. Jahren die Zersplitterung in die heutigen Erdteile erfolgte. |
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| Prasinite | metamorphe Basalte: Basalte des Wallis, die einst Ozeanböden bildeten sind mehrheitlich durch Metamorphose in Prasinite umgewandelt worden. Dunkle Gesteine, bestehend aus Chlorit und kleinen Feldspäten | ||||||||||||
| Quarz | gesteinsbildende Mineralgruppe, verschiedene Modifikationen der Kieselsäure oder des Siliciumdioxids (SiO2). | ||||||||||||
| Quarzit | besteht fast ausschließlich aus Quarz bestehend. Als Quarzit werden sowohl verfestigte, dichte Sandsteine als auch metamorphe Sandsteine bezeichnet. An Beimengungen anderer Minerale finden sich Feldspat, Glimmer, Rutil, Turmalin, Magnetit und Zirkon. Quarzit ist meist massig und ungeschiefert, nur wenn er Glimmer enthält, kann er eine leichte Schieferung zeigen. | ||||||||||||
| Schiefer | feinblättrig spaltende, glimmerreiche, metamorphe Gesteine (Glimmerschiefer, Tonschiefer) | ||||||||||||
| Serpentin |
wasserhaltiges Magnesiumsilicat (Mg6[(OH)8/Si4O10]). Serpentin ist ein monoklines Mineral, das keine Kristalle ausbildet, sondern nur dichte Aggregate, die in zwei Strukturformen vorkommen: als Blätterserpentin (Antigorit) und als Faserserpentin (Chrysotil). Beide Varietäten sind hell- und dunkelgrün gefärbt. Das Mineral Serpentin bildet das Gestein Serpentinit, es füllt ferner Gänge und Klüfte aus. Eine parallelfaserige Varietät ist der Chrysotilasbest, der für feuerfeste Materialien, Bremsbeläge, Zement und Füllmaterialien Verwendung findet. Serpentin tritt vorwiegend als Umwandlungsprodukt bei der Zersetzung („Serpentinisierung") anderer Magnesiumsilicatminerale auf, vor allem von Olivinen, Amphibolen oder Pyroxenen. |
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| Sinter |
mineralische Absätze an Quellaustritten oder an fließenden Gewässern. Gründe für das Entstehen dieser Abscheidungen sind veränderte physikalische Bedingungen im Wasserlauf. Dazu gehören z. B. Änderungen der Temperatur und der Fließgeschwindigkeit des Wassers sowie Abgabe von Kohlendioxid. Zu den bekanntesten Formen zählen die Kalksinter, die durch schnelles Entweichen von Kohlensäure aus kalkhaltigem Wasser entstehen. Der im Wasser gelöste Kalk fällt dabei aus und bildet häufig krustenartige Überzüge an Steinen. |
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| Subduktion | Abtauchen einer ozeanischen Platte unter eine kontinentale Platte | ||||||||||||
| Tethys | im Mesozoikum entstandenes Urmittelmeer, aus dem später durch Zusammenschub die Alpen entstanden sind. | ||||||||||||
| Ton | aus
den Trümmern / Abrieb anderer Gesteine bestehendes
Sedimentgestein mit Korndurchmessern unter 0,002 Millimeter. Ton ist
unverfestigt, also ein Lockersediment. Tone setzen sich im Meer, in Seen
und Flüssen sowie in den Schmelzwässern von Gletschern ab. Tone nehmen
große Mengen an Wasser auf (der Wassergehalt kann bis zu 70 Prozent
betragen) und quellen dabei auf. Tone setzen sich aus Tonmineralien
(z. B. Kaolin), aus staubfeinen, verwitterten Resten anderer Minerale
wie Quarz, Feldspat oder Glimmer, sowie aus organischen und amorphen
Bestandteilen zusammen. Zum Teil werden auch Minerale im Sediment neu
gebildet. Bei der Diagenese (nachträgliche Veränderung) von Tonen bilden
sich erst Schiefertone und später Tonschiefer. |
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| variszische Gebirgsbildung |
vom Devon bis gegen Ende des Perm dauernde Phase einer Gebirgsbildung, in der auch zahlreiche Gebirge in Mittel- und Westeuropa angelegt wurden. Im Zuge der Variszischen Gebirgsbildung entstanden der Armorkanische und der Variszische Faltenbogen. Während der Armorkanische von Irland über den Südwesten Englands bis zum französischen Zentralmassiv reicht, erstreckt sich der Variszische Faltenbogen von dort bis nach Polen. In der Variszischen Gebirgsbildungsphase entstandene Gebirge sind in Deutschland z. B. Rheinisches Schiefergebirge, Harz, Schwarzwald, Erzgebirge, Odenwald und Spessart. Die gesamte Gebirgsbildung lässt sich dabei in mehrere Abschnitte gliedern; dazu gehören Rhenoherzynische, Saxothuringische und Moldanubische Zone. Der Begriff Variszische Gebirgsbildung leitet sich von der neulateinischen Bezeichnung der nordbayerischen Stadt Hof (Curia variscorum) ab. |
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| Quellenverzeichnis | |
| 1. | Labhart T.P., Geologie der Schweiz, 5. Auflage, 2001, Ott Verlag Thun, ISBN 3-7225-6760-2 |
| 2. | Burri M., Erkenne die Natur im Wallis - Die Gesteine, 1992, Editions Pillet, Martigny |
| 3. | Labhart T.P., Kapitel "Geologie" in "Alpinwandern Wallis / Weit- und Rundwanderungen" von Banzhaf B.R., er Schweiz, 1.. Auflage, 1999, Verlag des SAC, ISBN 3-85902-185-0 |
| 4a. | Marthaler M., "Le Cervin est-il africain? - Une histoire géologique entre les Alpes et notre planète", 2001, Editions LEP (Loisirs et Pédagogie), Le Mont sur Lausanne, ISBN 2-606-00889-8 |
| 4b. | Marthaler M., "Das Matterhorn aus Afrika - Die Entstehung der Alpen in der Ergeschichte", 2002, Ott Verlag, Thun, ISBN 3-7225-6768-8 |
| 5. | Microsoft Encarta Enzyklopädie 2001 |
| 6. | Geologieportal Schweiz |
| 7. | Geologischer Datenviewer Schweiz |
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