Trockenmauern in Zeneggen

 

Ein wesentliches Element der traditionsreichen Zenegger Kulturlandschaft stellen die zahlreichen  Trockenmauern dar. Dank dem wiederholten  Einsatz von Zivildienstleistenden  konnten in den letzten Jahren mit Unterstützung der Stiftung  "Umwelteinsatz Schweiz" einige  Objekte (siehe Fotos unten; Quelle: www.umwelteinsatz.ch) restauriert werden. 

Trockenmauern und Bickinen (Wegpflästerungen) am Fussweg  

zum Biel / Grosse Steine

Bickinen (Wegpflästerungen) in der

 Chritzgasse (im Dorfzentrum)

 

 

Eine Trockenmauer - was ist das? (Quelle: www.umwelteinsatz.ch)

Trockenmauern sind interessante Zeugnisse einer traditionellen, seit Jahrhunderten angewandten Bautechnik. Die Mauern wurden und werden nur mit Steinen und ohne Mörtel gebaut. Diese «low-tech»-Bauweise bietet viele Vorteile. So sind Trockenmauern Musterbeispiele von erfolgreichem «Abfallrecycling». Denn in der Regel werden für den Bau einer Mauer meist unbehauene Steine aus der näheren Umgebung benützt. Im Gegensatz zu Betonmauern sind Trockenmauern elastisch. Die Kunst des Trockenmauerbaus ist es, unbehauene Steine so aufeinander zu schichten, dass eine stabile und schön aussehende Mauer entsteht. Es gibt zwei Arten von Trockenmauern: freistehende Weidemauern wie im Jura und Stützmauern, mit denen zum Beispiel Rebberge terrassiert sind.

 

Trockenmauer am Rundweg "Winkelried - Unter dem Biel" errichtet während Zivildiensteinsatz 2003
 

Die Trockenmauer - unersetzlicher Lebensraum

Trockenmauern beleben und prägen die bäuerliche Landschaft. Mit ihrer ästhetischen, der Umwelt angepassten Form zeugen sie von menschlicher Arbeit und Bewirtschaftung. In den Ritzen der Steinmauern finden unzählige Kleinlebewesen wie Asseln, Schlangen und Vögel einen willkommenen und geschützten Lebensraum. Dieser selten gewordene Lebensraum wird auch von einer bunten Vielfalt von Pflanzen wie Flechten, Farne, Mauerpfeffer etc. geschätzt.

 

Restaurierter Stadel im Rohr (Zeneggen) mit Trockensteinstützmauern

 

Trockenmauer-Kongress:

Vom 29.bis 31.August 2002 fand der 8.Internationalen Trockenmauer-Kongress mit dem Leitthema «Trockenmauerbau im Berggebiet » in Visp statt. 

 

Kongressziele:

  • Trockenmauer-Bauwerke als traditionelle Bauten, prägende Landschaftselemente sowie ökologisch wertvolle Lebensräume bekannter machen.

  • Fachwissen für den korrekten Bau und Unterhalt austauschen und weitergeben.

  • Forschungsprojekte vorstellen.

Kongressteilnehmer:

  • Mitglieder von Natur- und Umweltschutzorganisationen sowie Wanderwegvereinen;

  • Vertreterinnen und Vertreter politischer Behörden und weitere an Natur-, Heimat- und Landschaftsschutz interessierte Personen.

  • Fachleute, Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Raumplanung, Geografie, Architektur, Bau, Denkmalpflege, Gartenbau, Landschaftsarchitektur, Land- und Forstwirtschaft, Biologie, Geschichte, Anthropologie, Tourismus, etc.

  • Alle am Trockenmauerbau interessierten Personen.

 

Im Rahmen des Kongresses führte auch eine 1/2-tägige Exkursion nach Zeneggen (siehe folgende Fotoserie, Quelle: www.umwelteinsatz.ch):

 

 


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